"Der Nationalpark umfasst eine Wasserscheide, die zu 73 % nach Süden in die Nahe und zu 23 % nach Norden in die Mosel sowie nach Westen in die Saar entwässert. Die drei bedeutendsten Mittelgebirgsbäche im Nationalpark – der Traunbach, der Schwollbach und der Idarbach – fließen zur Nahe. Dem Traunbach kommt hierbei die größte Bedeutung zu, da sich mehr als die Hälfte des Traunbach-Einzugsgebietes (37,7 km2) im Nationalpark befindet. Der Abfluss des Traunbaches weist eine ausgeprägte Saisonalität auf mit einem Abflussmaximum im Januar und einem Minimum im Sommer. Das Abflussverhältnis zum Niederschlag zeigt das geringe Wasserrückhaltevermögen des Einzugsgebiets.
Auf dem größten Teil des Nationalparks ist das anstehende Gestein (Tonschiefer und überwiegend Quarzit) mit Verwitterungsdecken und Aufwehungsschichten überlagert. Diese Deckschichten sind wenig durchlässig und neigen insbesondere durch die Schichtlagerung zu seitlichem Abfluss (Interflow). Die Quarzite vor allem der Kammlagen sind weniger überdeckt und besitzen eine hohe Wasserdurchlässigkeit.
Die wenig durchlässigen Ausgangsgesteine haben eine hohe Neigung zur Ausbildung von staunassen Böden. Nach der Kartierung der Staunässeeigenschaften sind zwischen 11 und 15 % der Fläche des Nationalparks mehr oder weniger durch Staunässe geprägt.
Um auch diese Standorte forstwirtschaftlich mit der Baumart Fichte nutzen zu können, wurden sie durch ein Netz von Drainagegräben in den letzten 200 bis 250 Jahren noch bis in die 1990er Jahre entwässert. Diese Grabensysteme weisen eine systematische Struktur von Seiten- und Hauptgräben auf, die dann direkt in die Vorfluter oder in Wegebegleitgräben einmünden. Die hydrologische Wirkung dieses Entwässerungsnetzes ist heute noch spür- und messbar. So sind tiefe Erosionsrinnen durch die schnelle, grabenbedingte Wasserableitung im Gebiet zu beobachten. Außerdem sind wertvolle Nassstandortbiotope durch Trockenfallen stark beeinträchtigt. Im Rahmen der Renaturierungsmaßnahmen wurde versucht, die hydrologische Situation wiederherzustellen, um die Regeneration typischer Bruchstandorte zu ermöglichen." (Nationalparkplan Hunsrück-Hochwald)
Begleituntersuchungen zur Moor- und Bachrenaturierung
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Hunsrück
Geothesaurus-Raumbezug | Länge 1 | Breite 1 | Länge 2 | Breite 2 |
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Hunsrück | 6.58835° | 49.485794° | 7.866672° | 50.322693° |
27.05.2022
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