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Invasive Arten sind in anthropogen geprägten Landschaften und Lebensräumen bereits problembehaftet. Durch dichten Wuchs, ein kräftiges Wurzelwerk und einer großen Samenanzahl sind invasive Arten im Vergleich zur heimischen Flora deutlich konkurrenzstärker und in der Lage die ansässigen Pflanzen aus ihren Lebensräumen zu verdrängen. Mittlerweile sind diese Arten auch in großen Schutzgebieten wie dem Nationalpark Schwarzwald vorhanden.
Das Ziel der vorliegenden Thesis ist es, die Frage zu klären wo und wie viele Bestände an invasiven Arten bzw. Neophyten im Nationalpark Schwarzwald vorliegen und wie geeignete Maßnahmen gegen diese Pflanzenarten aussehen können. Um diese Frage zu beantworten, werden die im Nationalpark bereits bekannten Neophyten kurz umrissen und der momentane Stand des Wissens zu der Thematik wird aufgezeigt. Als Feldarbeit wurden im Zeitraum vom 14.08.2018 bis 12.09.2018 im südlichen Teilgebiet des Nationalparks Erfassungen mittels eines Tablet-Computers durchgeführt. Zusätzlich wurde eine Literaturrecherche durchgeführt, um Maßnahmen gegen invasive Arten aufzuzeigen.
Aus der Erfassung geht hervor, dass lediglich zwei von sechs invasiven Arten entdeckt wurden. Hierbei handelt es sich um Impatiens glandulifera (Drüsiges Springkraut) mit einer Gesamtfläche von 557,5 m² auf 154 m Länge sowie Reynoutria sachalinensis (Sachalin-Staudenknöterich) mit einer Gesamtfläche von 2732 m² auf 1153 m Länge. Die gefundenen Pflanzenbestände befinden sich relativ konzentriert an zwei Hauptstandorten, dort könnten die Arten durch an den Standort angepasste Maßnahmen entfernt bzw. in ihrer Ausbreitung eingedämmt werden. Die Maßnahmenrecherche berücksichtigt dabei insbesondere den bisherigen Durchführungserfolg der jeweiligen Maßnahmen.
Darauf aufbauend kann ein geeignetes Maßnahmenkonzept aufgestellt werden, welches einen Beitrag zum Neophytenmanagement im Nationalpark Schwarzwald leisten kann. Da es zusätzlich noch weitere, potentielle Standorte bzw. Bestände auf dem Nationalparkgebiet geben kann, herrscht in diese Richtung weiterer Forschungsbedarf.


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